RechtAGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen der ROCKET9 GmbH, Cremon 11, 20457 Hamburg („ROCKET9“), und ihren Kunden über Beratung, Workshops, Schulungen, die Entwicklung und den Betrieb von KI-Agenten sowie damit verbundene Leistungen.
(2) ROCKET9 richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit Verbrauchern schließt ROCKET9 keine Verträge.
(3) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn ROCKET9 ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt. Das gilt auch, wenn ROCKET9 in Kenntnis abweichender Bedingungen Leistungen erbringt.
(4) Individuelle Vereinbarungen im Angebot oder Vertrag gehen diesen AGB vor.
§ 2 Leistungen
(1) Was ROCKET9 im Einzelnen leistet, ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot. Typische Leistungen sind:
- Rapid Prototyping: ein kostenloser, funktionierender Prototyp für eine Aufgabe des Kunden (§ 4)
- KI-Workshop: Schulung des Teams an Aufgaben aus dem eigenen Alltag, mit Teilnahmenachweis
- Analyse & Planung: Analyse der Abläufe und ein KI-Fahrplan mit priorisierten Agenten
- Umsetzung: Entwicklung, Anbindung an die Systeme des Kunden und Einweisung
- Einsatz & Lernen: laufender Betrieb, Überwachung, Verbesserung und Erweiterung der Agenten
(2) Beratung, Workshops, Analyse und Betreuung sind Dienstleistungen. ROCKET9 schuldet hier die sorgfältige Erbringung, nicht einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg, etwa eine bestimmte Zeitersparnis. Bei der Umsetzung schuldet ROCKET9 den im Angebot beschriebenen Agenten als Werk.
(3) ROCKET9 darf geeignete Subunternehmer einsetzen. ROCKET9 bleibt gegenüber dem Kunden für deren Leistungen verantwortlich.
§ 3 Vertragsschluss
(1) Darstellungen auf der Website sind kein verbindliches Angebot. Preise auf der Website sind Einstiegspreise; maßgeblich ist das Angebot.
(2) Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde ein Angebot von ROCKET9 in Textform (z. B. per E-Mail oder digitaler Unterschrift) annimmt oder ROCKET9 einen Auftrag des Kunden in Textform bestätigt.
§ 4 Kostenloser Prototyp
(1) Der Prototyp ist für den Kunden kostenlos und unverbindlich. Er verpflichtet keine Seite zu einem weiteren Auftrag.
(2) Der Prototyp dient dazu, den Nutzen eines KI-Agenten an einer echten Aufgabe zu zeigen. Er ist nicht für den produktiven Dauerbetrieb gedacht. ROCKET9 übernimmt für den Prototyp keine Gewähr für Fehlerfreiheit oder Verfügbarkeit; die Haftung richtet sich nach § 521 BGB entsprechend und ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.
(3) Die Frist von 24 Stunden beginnt mit dem Kick-off, wenn ROCKET9 die nötigen Informationen und Zugänge hat. Ein Anspruch auf einen Prototyp besteht nicht; ROCKET9 kann Anfragen ohne Angabe von Gründen ablehnen.
(4) Der Kunde darf den Prototyp zur Bewertung nutzen. Weitergehende Rechte erhält er erst mit einem Auftrag zur Umsetzung.
§ 5 Mitwirkung des Kunden
(1) Der Kunde unterstützt ROCKET9 bei der Leistungserbringung. Er stellt insbesondere rechtzeitig Informationen, Beispieldaten, Zugänge zu seinen Systemen und eine ansprechbare Person bereit.
(2) Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er die Daten, die er ROCKET9 oder den Agenten zur Verfügung stellt, rechtmäßig nutzen darf.
(3) Verzögert sich die Leistung, weil der Kunde nicht mitwirkt, verschieben sich vereinbarte Termine entsprechend. Mehraufwand kann ROCKET9 nach den vereinbarten Sätzen berechnen.
§ 6 Vergütung und Zahlung
(1) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen nach Zugang ohne Abzug zu zahlen, sofern im Angebot nichts anderes steht. Laufende Leistungen werden monatlich im Voraus berechnet.
(3) Kosten für Dienste Dritter, die für den Betrieb der Agenten nötig sind (z. B. Nutzungsgebühren von KI-Modellen oder Cloud-Anbietern), sind nur enthalten, wenn das Angebot dies ausdrücklich nennt.
(4) ROCKET9 unterstützt den Kunden bei der Suche nach passender Förderung. Ob und in welcher Höhe gefördert wird, entscheidet allein der Fördergeber. Die Zahlungspflicht des Kunden hängt nicht von einer Förderzusage ab, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
§ 7 Workshops und Termine
(1) Workshops finden vor Ort, online oder in einem ROCKET9-Showroom statt, wie im Angebot vereinbart. Reisekosten für Termine vor Ort werden gesondert berechnet, wenn das Angebot dies vorsieht.
(2) Sagt der Kunde einen fest vereinbarten Workshop ab oder verschiebt ihn, gilt: TODO: Fristen und Ausfallgebühren festlegen (z. B. bis 10 Werktage vorher kostenlos verschieben, danach anteilige Vergütung).
(3) Fällt ein Termin aus Gründen aus, die ROCKET9 zu vertreten hat, wird er kostenfrei nachgeholt.
§ 8 Laufzeit und Kündigung von „Einsatz & Lernen“
(1) Der Vertrag über „Einsatz & Lernen“ beginnt mit dem im Angebot genannten Datum. TODO: Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist festlegen (z. B. monatlich kündbar mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende).
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Kündigungen bedürfen der Textform.
(4) Nach Vertragsende stellt ROCKET9 dem Kunden auf Wunsch seine Daten und die Konfiguration seiner Agenten in einem gängigen Format bereit.
§ 9 Abnahme
(1) Soweit ROCKET9 ein Werk schuldet, prüft der Kunde es nach Übergabe und erklärt innerhalb von 10 Werktagen die Abnahme. Unwesentliche Mängel berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
(2) Das Werk gilt als abgenommen, wenn der Kunde es produktiv nutzt oder sich innerhalb der Frist nicht äußert, obwohl ROCKET9 ihn auf diese Folge hingewiesen hat.
§ 10 Besonderheiten von KI
(1) KI-Agenten arbeiten mit Sprachmodellen. Deren Ergebnisse können trotz sorgfältiger Einrichtung unvollständig oder falsch sein. ROCKET9 richtet deshalb gemeinsam mit dem Kunden Freigaben und Prüfschritte ein, wo Fehler Folgen haben können.
(2) Der Kunde entscheidet, wofür er die Agenten einsetzt und welche Ergebnisse er ungeprüft übernimmt. Er bleibt für Entscheidungen verantwortlich, die er auf Grundlage der Ergebnisse trifft.
(3) Pflichten, die den Kunden als Betreiber eines KI-Systems treffen, etwa nach der KI-Verordnung der EU (EU AI Act), bleiben beim Kunden. ROCKET9 unterstützt ihn dabei im Rahmen des Auftrags, etwa durch Schulungen und Dokumentation.
(4) ROCKET9 setzt Modelle und Cloud-Dienste verschiedener Anbieter ein. Ändert ein Anbieter seine Modelle, Preise oder Bedingungen, kann das die Leistung beeinflussen. ROCKET9 informiert den Kunden darüber und schlägt bei Bedarf eine Alternative vor.
§ 11 Nutzungsrechte
(1) Mit vollständiger Zahlung erhält der Kunde an den für ihn individuell erstellten Ergebnissen (z. B. Konfigurationen, Abläufe, Vorlagen, Dokumentation) ein einfaches, zeitlich unbegrenztes Recht, sie im eigenen Unternehmen zu nutzen.
(2) Allgemeines Know-how, wiederverwendbare Bausteine, Werkzeuge und Plattformen von ROCKET9 bleiben Eigentum von ROCKET9. Der Kunde darf sie nutzen, soweit und solange dies für den vereinbarten Einsatz nötig ist.
(3) Daten des Kunden bleiben Daten des Kunden. ROCKET9 nutzt sie nur zur Erfüllung des Auftrags und nicht, um Modelle für andere Kunden zu trainieren.
§ 12 Gewährleistung
(1) Bei Mängeln eines geschuldeten Werks bessert ROCKET9 nach eigener Wahl nach oder liefert neu. Schlägt das zweimal fehl, kann der Kunde die Vergütung mindern oder vom Vertrag zurücktreten.
(2) Mängelansprüche verjähren in einem Jahr ab Abnahme. Das gilt nicht bei Vorsatz, Arglist oder in den Fällen von § 13 Abs. 1.
§ 13 Haftung
(1) ROCKET9 haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit ROCKET9 eine Garantie übernommen hat.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet ROCKET9 nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung den Vertrag erst möglich macht und auf die der Kunde vertrauen darf. Die Haftung ist dann auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(3) Für den Verlust von Daten haftet ROCKET9 nur in Höhe des Aufwands, der bei regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung nötig gewesen wäre.
(4) Diese Beschränkungen gelten auch für Mitarbeitende und Beauftragte von ROCKET9.
§ 14 Vertraulichkeit
Beide Seiten behandeln alle nicht öffentlichen Informationen der anderen Seite, die sie im Rahmen der Zusammenarbeit erhalten, vertraulich und nutzen sie nur für den Auftrag. Diese Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus.
§ 15 Datenschutz
Verarbeitet ROCKET9 im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Wie ROCKET9 Daten auf der eigenen Website verarbeitet, steht in der Datenschutzerklärung.
§ 16 Nennung als Referenz
ROCKET9 nennt den Kunden nur mit dessen vorheriger Zustimmung in Textform als Referenz, etwa mit Namen oder Logo auf der Website.
§ 17 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis ist Hamburg.
(3) Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
(4) Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Stand: November 2026

Dein Ansprechpartner
Gründer und Geschäftsführer
Kay Fleischmann
- 20 Jahre Erfahrung in der IT & KI
- Prozesse und Agenten-Systeme
- Master of Science in Informatik
Kay bringt 20 Jahre Erfahrung in Softwareentwicklung und Digitalisierung mit und hat einen Master of Science in Informatik. Mit ROCKET9 bringt er KI-Agenten dorthin, wo sie im Mittelstand echte Arbeit übernehmen.